Selbst ist der Mann!

Text: Christian Grass

Picture-Telling: Bruno Roeder


 

Hat er einen Putzfimmel? Diese Frage wurde ihm nicht selten gestellt. Von Frauen vornehmlich. Putzen ist jedoch auch Männersache. Und, - es kann der Befreiungsschlag für ein geordnetes Leben sein! Doch wie putzt man(n) gründlich? Mit Putzfrau oder ohne? In jedem Fall mit dem richtigen Equipment.

 

Er schreibt Bücher. Er hat Freundinnen. Er hat ein schönes Haus, stilvoll, mit erlesenem Inventar. Seine lieben und gut anzusehenden Freundinnen machen einen grossen Bogen um Putzeimer, Staubsauger, Entkalker und WC-Enten. Er ist es, der die Ärmel aufkrempelt, um sein Haus mit doch so einigen Zimmern in alle Himmelsrichtungen zeigend, auf Vordermann zu bringen. Früher hatte er Putzfrauen: aus Dortmund, aus Fortalezza, aus der Steiermark und aus Punta Cana. Die Lady aus der Karibik wischte um Stühle, Piano, und Toilette herum. Sie führte Telefondauergespräche. Sie tanzte zur Musik, die sie sich per iPod selbst mitgebracht hatte. Der Staub, vor allem der Feinstaub, blieb im schönen Haus liegen - und bereitete dem Hausbesitzer zunehmend gesundheitliche Probleme. Die Putzfrauen hatten jedoch über Staubsauger der Marke „Ultra-Modern", über Akkusauger und PowerCyclon-Sauger verfügt. Sie saugten ja auch ein bisschen im Zimmer herum; dann ekelten sie sich ausdauernd dabei, die Behälter mit dem Eingesaugtem auszuleeren: „Igitt", war häufig zu hören.

 

Schluss, dachte sich der Schriftsteller. Wut hatte ihn ergriffen: Er hatte alle Putzfrauen entlassen und die Staubsauger verschenkt. Er hatte sich in eines seiner vielen Zimmer gesetzt und nachgedacht: „Ich habe mein Leben im Griff. Ich bin ein Mann. Ein Macher. Ich selbst werde die Wohnung putzen und saugen." Selbstzufrieden nahm er sogleich die Hausarbeit auf. Doch bevor er das Kabel mit Stecker aus seinem neu erworbenen Schlittensauger zog, fielen ihm zwei Sätze ein. Der seiner Mutter von anno dazumal: „Bub, das A und O beim Staubsaugen ist der richtige Staubbeutel", und der andere von heute, und niedergeschrieben vom Institut für Normung, DIN: „Glaube keiner, der Kauf eines neuen Staubsaugerbeutels sei einfach."

 

Hand aufs Herz, und jetzt darf es textlich auch mal kurz etwas eintönig werden: "Was wollt Ihr Frauen und Männer beim Staubsaugen und Wohnungsputz tatsächlich erreichen? Na? Genau, - alles soll gründlich sauber werden! Das Staubsaugen soll nicht nur irgendwie das eigene schlechte Gewissen beruhigen: „Hab‘ ja rasch mal durchgesaugt!" Das heisst also, dass wir nicht nur die Krümel und Hunde- oder Katzenhaare von Hausfreund „Benno" oder „Mohrle" aufsaugen möchten, sondern dass wir vor allem den Feinstaub aus den Zimmern kriegen wollen. Und jetzt verrät euch dieser Schriftsteller, der nicht nur ganz nett schreibt und recht schön wohnt, sondern auch sehr viel liest, was er von wem genau dazu erfahren hat. Achtung: „Geprüft wurden die Verarbeitung und Handhabung aller Staubbeutel, die Verschmutzung des Staubbeutelfachs, der Einfluss auf die Saugkraft der Staubsauger und die Rückhaltung von Feinstaub. Dabei schnitten die Original-Staubbeutel und der jeweilige Ersatzbeutel von Swirl beim Test am besten ab." Dieses Testergebnis von „Stiftung Warentest"hatte den Putzfrauengeschädigten Hausbesitzer restlos von Swirl überzeugt. Bis heute.

 

Bevor sich beschriebener Schriftsteller aus der Schweiz also selbst ans schweisstreibende Putzen seiner vielen Zimmer heranmachte, zog er los, um jenen Swirl-Staubbeutel zu erwerben. Denn er wusste, dass Gründlichkeit immer auch einen Namen hat, der weitere Vorteile mit sich bringen sollte: Nach dem Staubsaugen, dann also, wenn der Beutel randvoll ist, lassen sich Swirl-Beutel beim Herausnehmen aus dem Staubsauger nämlich durch einen Schieber leicht komplett verschliessen. Der Feinstaub bleibt im Beutel und die Finger bleiben sauber. Ist das nichts? Doch, - es ist einfach grossartig.

 

„Hast du etwa einen Putzfimmel?" – wurde er wieder gefragt, als er seiner neuesten Eroberung, Jacqueline aus Vevey, eine packende Geschichte über die sensationellen Staubbeutel von Swirl am Telefon erzählt hatte. „Oh non, liebe, süsse Jacqueline, denke nichts Schlimmes von mir. Du darfst mir jedoch gerne den Kosenamen, „Swirly" geben, „Swirly, l’aspirateur".

Die Freundschaft zu Jacqueline endete leider schon nach sieben Wochen. Das Staubsaugen mit Schlittensauger und den Beuteln von Swirl existiert bis heute.