Die Agenda Feldschlösschen – Zukunft und Leben

Text: Christian Grass

Picture-Telling: Bruno Roeder


 

Evolution ist mehr als der rationale Blick auf die Steigerung von Produktion, Beschäftigung und Innovation. Dieses Jahrhundert schreibt eine neue menschliche Agenda, da die Welt nicht mehr mit den Schultern zuckt, wenn sie Fortschritt anpeilt und dabei das Kernproblem erkennt: Ressourcen. Diese werden am Ende des 21. Jahrhunderts für mindestens drei Milliarden Menschen nicht mehr ausreichen. Das massivste Problem jedoch ist der immer noch viel zu hohe CO2-Ausstoss der Industrie weltweit. Die Schweizer Brauerei „Feldschlösschen“ ist jedoch entschlossen, den Erhalt von Mensch, Umwelt und Natur zum Unternehmensmotto zu machen: „Together towards Zero!“

 

Mister Santani von „FutureICT" ist kein Schweizer. Auch wenn er oft in Genf ist und viel in diesem Land herumreist, er sieht über die Grenzen eines jeden Landes hinaus: „Wir steuern durch den CO2 Austoss der Industrie auf ein weltweites Desaster zu. Die Umweltproblematik macht vor keiner Grenze halt. Jeder Einzelne auf diesem Planeten und jeder Manager in der Industrie ist aufgefordert, das giftige Gas sofort zu reduzieren um unser Leben zu erhalten."

 

Mister Santani trifft sich mit uns auf der Peterinsel im Bieler See. Er hat ein konzentriertes Gesicht, wenn er spricht und dabei mit den Augen die Natur inhaliert. Er kämpft an allen Fronten und im Namen der UNO für mehr Umweltbewusstsein in den Unternehmen. Die Schweizer BrauereiFeldschlösschen habe sich in diesem Land eindrucksvoll auf den Weg gemacht, den strapazierten Begriff der Nachhaltigkeit in Aktionen zu verwandeln, die dem Erhalt von Mensch, Natur und Umwelt wirklich dienen.

 

"Fortschritt", schreien die Menschen seit der Industrialisierung immer lauter. Fortschritt geschieht nicht selten rücksichtslos und mit durchgedrücktem Gaspedal auf der gesellschaftlichen, technischen und Produktions-Ebene.„Zukunft" zu haben gilt grundsätzlich als positive Haltung zur Welt. Es bedeutet, die Sicherheit zu geniessen, ohne Angst nach vorne schauen zu können und das Morgen aktiv gestalten zu wollen. Diese Haltung ist jedoch extrem ins Wanken geraten – die subtile Angst vor einer digital gesteuerten Industrie 4.0 einerseits und die reale Angst vor einem Umweltkollaps andererseits, eint heute Konsument und Produzent.

 

Die Feldschlösschen Getränke AG in Rheinfelden hat in den vergangenen Jahren erneut bewiesen, dass sie globalen Fortschritt unter „Erhalt von Mensch und Umwelt" erkennt. Die Langfristperspektive des Unternehmens bedeutet, aktiv die Umwelt, die Natur und damit den Einzelnen in den Fokus des unternehmerischen Handelns zu stellen. Sie führte bei Feldschlösschen zur Definition der Agenda 2022, die in die Agenda 2030 münden wird. Sie umfasst unter anderem ein bedeutendes Ziel: Bis 2022 wird der Anteil erneuerbarer Energie in der Brauerei Rheinfelden auf 75% und bis 2030 auf über 90% gesteigert. Das CO2 wird reduziert, Wasser, zur Produktion von Bier, ebenso. Auch diese Ressource ist schon längst - global betrachtet - in höchster Gefahr. Darüber wird hierzulande wenig öffentlich diskutiert.

Die Frage sei erlaubt - was ist an CO2 so gefährlich, Mister Santini?„Der massenhafte und exponentiell gesteigerte Ausstoß von CO2, hat zu einer bedeutenden Erwärmung des Weltklimas geführt. CO2 ist das bei weitem bedeutendste Gas, welches direkt für den Treibhauseffekt verantwortlich ist. In der Atmosphäre sammelt sich CO2 in hohen Schichten und hat dort eine stark absorbierende Wirkung. Kurzwelliges, sichtbares Sonnenlicht wandelt sich bei seiner Reflektion auf dem Erdboden in langwellige Wärmestrahlung um. Die kurzwelligen Lichtstrahlen, welche zuvor ungehindert die CO2-Schichten durchdringen konnten, werden nun vom CO2 in der Atmosphäre auf die Erde zurück reflektiert. Die Folge ist eine kontinuierliche Aufheizung des Klimas. Idealerweise befindet sich das Verhältnis von freiem CO2 und gebundenem Kohlenstoff in einem stabilen Gleichgewicht. Seit Beginn der industriellen Revolution werden aber große Mengen fossiler Brennstoffe zu Kohlendioxid umgewandelt und in die Atmosphäre emittiert. Die Natur ist nicht mehr imstande, das zusätzliche CO2 vollständig zu binden. Die Weltmeere gelten als mit Abstand der größte Absorber von CO2. Sie sind aber ihrerseits durch die Erwärmung des Klimas in ihrer Fähigkeit zur CO2-Absorption zunehmend eingeschränkt.“

 

Mister Santani wirkt bedrückt. Doch seine Miene hellt sich auf als er erfährt, wie sich die Umweltaktivitäten beim CO2-Ausstoss in dem UnternehmenFeldschlösschen zeigen. Die Ergebnisse, welche die Brauerei für 2017 alleine nur auf der Ebene der CO2-Reduktion ausweisen, sind beeindruckend:

 

„Wir haben im Jahr 2017 alleine nur den CO2-Ausstoss um weitere 9,2% reduziert", berichtet Andreas Schmid von Feldschlösschen AG in Rheinfelden. Dies sei durch die Umrüstung auf neueste Energien und ebenso durch die Erneuerung der Fahrzeugflotte im Unternehmen zurückzuführen.

 

Für Mister Santini sind solche Zahlen „Beweggründe ein Unternehmen zu lieben." Dass Feldschlösschen ein Unternehmen ist, das Tradition mit moderner Umweltstrategie verbindet, verdient es, sich näher mit den lebenserhaltenden Absichten der Brauerei zu beschäftigen….