Pursuit of Success

Erfolg will jeder. So, wie wir uns ein Leben ohne Tod wünschen, an dem Googles Calico forscht. So, wie wir das Projekt, „Recht auf Glück“ im Sinne des „Epikureismus“ für uns beanspruchen: Unsterblichkeit, irdisches Glück durch biochemische Veränderungen des Menschen und dauerhafter geschäftlicher Erfolg als Ergebnis des 21. Jahrhunderts?

 

Doch was tun, wenn der erwartete ökonomische Erfolg des Homo sapiens, des Homo ludens und des Homo oeconomicus stagniert, sich gar reduziert? Verhindert unser einstudiertes Denkmuster aus dem analogen, demokratischen Kapitalismus die erfolgreiche Markenstrategie des 21. Jahrhunderts?

 

Fachartikel:

 

Banyalbufar, – auf unzähligen Terrassen dieses Örtchens auf Mallorca wächst die Malvasia Traube. Hier stehen, hoch über dem Ort mit Blick aufs Meer, knorrige Olivenbäume. Und eine stattliche Finca mit Innenhöfen, Brunnen, Terrassen, Blumen und offenen Kaminen. Hier ist Landschaft Schöpfung. Hier umarmt einer, der unseren Planeten als Teil eines unbegreiflichen Alls mit Ratio und Emotion durchdringen will, sein Leben.

Ein grosses Leben aus Vergangenheit, dem Augenblick und der Zukunft ist es, das momentan weltweit eine neue menschliche Agenda schreibt. Auch über den wirtschaftlichen Erfolg dieses Jahrhunderts. Auch über die Veränderung der Märkte und über die Führungsaufgaben einer neuen Elite von Managern. Hier ruht einer aus, der sich nicht öffentlich in den Vordergrund schieben will und nie laut spricht. An diesem realen Ort hingezauberter, farbenfroher Schöpfung schreibt dieser Mann Bücher, seine Dissertation und die Reden für andere. Hier denkt er. Oder er entleert sein Gehirn durch tiefe Meditation. Und er trifft Leute mit denen er sich austauschen kann, jene, die ihn auch verstehen: Diese sind auserwählte CEO’s, diese sind Firmeninhaber von Multikonzernen, Schriftsteller, Medien- und Filmleute, die nicht gängige Informationen und Meinungen anderer abschreiben und ausposaunen, sondern die selbständig denken. Hier, unter frühlingshafter, mediterraner Sonne wird Zukunft reflektiert und erdacht, was etwa 80 Prozent aller Marken- und Medienchefs in Europa nicht mehr tun. Sie plappern nur nach. Sie wollen glauben, dass Mainstream-Informationen populäres Wissen sei. Weit gefehlt. Die Mehrheit der Markenchefs hat das selbständige Denken aus Angst vor der Zukunft, dem grössten Veränderungsprozess der menschlichen Geschichte, aufgegeben. Und doch…

 

Erfolg will jeder. Um ihn zu bekommen, müssen wir zunächst die Vergangenheit verstanden haben. Epochen. Die von der Agrargesellschaft bis zur Wissensgesellschaft in jedem Fall. Wir müssen begriffen haben, wie unterschiedlich die Welt zum Beispiel von Descartes, Kant, Spinoza oder Rousseau gedeutet wurde. Und wozu das gut war. Die Wozu-Frage ist im Ursache-Wirkungs-Kontext der menschlichen Evolution viel wichtiger als die eingeübte „Warum-Frage“. Nur wer unsere Vergangenheit verstehen lernt, kann das Jetzt besser erklären. Ebenso den fundamentalen Wandel, der uns eine neue menschliche Agenda für die Zukunftsgestaltung verordnet. Wir alle sind aufgefordert die Zukunft so zu gestalten, dass Dilemmata gelöst werden: Ressourcen, Hunger, Drogen- oder Religionskriege, um wichtige Beispiele zu nennen.

Soweit die Makro-Ebene einer fortschreitenden menschlichen Evolution, für die in Banyalbufar nur die ernst zu nehmende Bemerkung übrig bleibt, dass vor allem Manager aufgefordert sind viel mehr gedanklich zu durchdringen, zu begreifen, zu verstehen: Die Macht des Wandels nämlich ist und bleibt das Ergebnis der Vergangenheit.

 

Heute indes soll beim Blick auf Olivenbäume und Meer nur ein einziger Ist-Zustand des changierenden Marketings beschrieben werden. Er hat mit der revolutionären Macht der Digitalisierung zu tun. In der mallorquinischen Finca befindet sich der Denker und ein Markenchef, der Autos baut, die von selbst fahren. Letzterer spricht jetzt von Algorithmen und vom Dataismus. Dem Dataismus zufolge besteht das Universum aus Datenströmen. Seit Charles Darwins Schrift „Über den Ursprung der Arten“ haben die Biowissenschaften Organismen zunehmend als biochemische Algorithmen betrachtet. Gleichzeitig haben Computerwissenschaftler in den acht Jahrzehnten seit Alan Turings Erfindung der nach ihm benannten Maschine gelernt, immer ausgeklügeltere elektronische Algorithmen zu entwickeln. Aus dataistischer Sicht können wir die gesamte menschliche Spezies als ein einziges Datenverarbeitungssystem betrachten, in dem die einzelnen Menschen als dessen Microchips fungieren. Und in diesem Prozess muss und wird es nur um eines gehen: Effizienz-Steigerung! Erfolg basiert klar auf Effizienzsteigerung. Das Cyberspace ist heute für unser Alltagsleben, unsere Wirtschaft und Sicherheit von grösster Bedeutung geworden. Im Cyberspace liegt der Kapitalismus des 21. Jahrhunderts und aller folgenden Jahrhunderte begründet. Doch warum interessiert das so wenige Menschen in der Wirtschaft und in der Politik? Warum erfüllt das Marketing der allermeisten Firmen kaum das, was dazu gefordert ist? Warum verhalten sich Marketingleute gar ignorant der absolut notwenigen Neuerung in der kommerziellen Kommunikation gegenüber? Und doch…

 

Erfolg will jeder. Glück auch. Ein Leben ohne Tod wollen ebenso sehr viele Menschen, nicht nur Woody Allen oder Larry Page. Daran wird schon mit Hochdruck gearbeitet.

 

Nach langem Schweigen und konzentriertem Denken des Mannes nun, der selbstfahrende Autos erdenkt und jenes Mannes, der in Banyalbufar sein Leben deshalb umarmt, weil er die Struktur des Seins, den Dialog und die teilweise divergierenden Ziele zwischen Gott und dem Menschen seit 4,5 Millionen Jahren zu begreifen versucht, wollen beide Männer heute eine Behauptung aufstellen, die jedem Markenchef_in als Kurzformel dienlich sein soll: Der Mensch hat die Digitalisierung erfunden. Der Mensch nutzt sie. Derselbe Mensch verzweifelt gleichzeitig an ihr, wird von ihr überholt und übertrumpft. Der Mensch, der neue Konsument, dieser „Microchip inmitten eines weltweiten Datenverarbeitungssystems“, muss dringend der Dreh- und Angelpunkt des digitalen Marketings sein. Nicht die Technologie, das technokratische System per se. Wir wollen und müssen Menschen etwas verkaufen und deshalb müssen wir auch beispielsweise wissen, dass heute der Individualismus des Einzelnen eine weitaus geringere Rolle spielt als bisher. Gibt es ihn überhaupt noch? Was passiert denn mit Ihrer individuellen „Zielgruppe“ und „Reichweite“, wenn gerade jetzt aus dem homoistischen Weltbild ein dataistisches Weltbild wird? Richtig, sie zerbröselt und setzt sich zu einem öffentlichen ICH zusammen, das aus tausenden Facetten besteht. Jede dieser menschlichen Facetten trifft auf Resonanz in einer riesigen, anonymen Sozietät. In dieser Sozietät gibt Ihr Konsument Antwort auf seine eigene Stimmung in seiner momentanen Situation. Darauf müssen Marken im Dialog reagieren. Ihre „Reichweite“ und Ihr Markt sind also das Universum Cyberspace und nicht ein regionaler „Markt Schweiz oder Deutschland“ mit geclusterten Zielgruppen, die Sie gemäss demographischer Merkmale bestimmt haben. Dieses Marken-Denken resultiert aus der Mitte des 20. Jahrhunderts und hat mit dem Heute des Marketings in einer zunehmend digitalen Markenwelt nichts mehr zu tun. Gar nichts. Und doch…

 

Erfolg will jeder, auch der, der nicht (mehr) denkt, keine Vergangenheit durchdenkt, keine Philosophie, keine Soziologie, keine Psychologie studiert, keine zeitgemässe Markenstrategie liest, erforscht, ergründet, weil er angeblich keine Zeit dafür habe, in der Tat aber viel lieber im Cocon eines immer noch gemütlichen Schutzmantels ihn umgebender kapitalistischer Gesellschaft sein ermüdendes Leben fristet. Und doch auch für diesen ermatteten Menschen hilft jene Formel des neuen Marketings, welcher in der Einsamkeit Mallorcas Raum und Resultat gegeben wurde. Die Formel untergliedert sich in drei Punkte. Zusammengefasst kann sie der Beginn Ihres persönlichen und unternehmerischen Digital-Erfolges sein. Und deshalb…

 

1. Meiden Sie Meetings und Weiterbildungen, die Ihnen Markenstrategien des 20. Jahrhunderts in die Jetztzeit übersetzen wollen. Beenden Sie damit endgültig „demographisches Zielgruppendenken“ und befreien sich so von dieser „Todsünde im Netz“.

2. Verstehen Sie, dass Ihre Marke Stimmungen von Millionen Identitäten im digitalen Netz aufgreifen muss. Auch Ihre Marke hat einen Kern und obendrein unzählige, schöne und vielfältige Facetten wie sie auch Ihre Konsumenten im Netz zeigen. Matchen Sie diese beiden.

3. Vermeiden Sie brachiale Werbung „von innen nach aussen“ und mit stupiden Inhalten, die auf emotionale Wesen im Netz treffen würde. Treten Sie endlich mit dem öffentlichen ICH in seiner Vielfalt in den Dialog. Und zwar bestenfalls mit solchen Geschichten, die den Menschen Ihre Marke als Partner seiner Stimmung erleben lassen und in ihm archaische Gefühle erwecken.

 

Wenn Sie diese drei Punkte berücksichtigen, bewegen Sie sich in einem ersten Schritt hin zu einer neuen dataistischen Sozietät, Ihrer Klientel im Netz. Ihre Reichweite nimmt so qualitativ stark zu und ist eine echte, messbare Reichweite geworden, die Ihnen weitere, endlose Daten und Informationen für Ihre zielgenaue Marktbearbeitung liefert. Vertrauen Sie bei Beratung und Umsetzung Ihrer Projekte immer nur jenen Menschen, die firm sind und die im Kontext der Wissenschaft für Sie vorgearbeitet haben, um Sie in die Markenwelt des 21. Jahrhunderts zu führen, die sich riesig vor uns aufbaut und von uns allen weiter ausgestaltet werden muss. Wir freuen uns auf Sie, dann, wenn Sie bereit für Ihren wirklichen Erfolg sind.